Erklärung Dämpfen

Dämpfen (Plastifizieren) ist das erweichen des Holzes durch Wärmeeinwirkung für den nachfolgenden Arbeitsgang, z.B. biegen. Als Wärmeträger wird Sattdampf oder Warmwasser (ungefähr 90°C) verwendet. Sattdampf wird entweder erst in der Grube durch Beheizen eines Wasserbades erzeugt (indirektes Dämpfen) oder unmittelbar in die Grube eingeblasen (direktes Dämpfen).

Neben der Erweichung durch Wärme- und Feuchtigkeitseinwirkung lockert sich auch die Rinde . Der Arbeitsgang dauert je nach Holzart zwischen ca. 0.8...1,5h je Zentimeter Stammdurchmesser.

Zweck des Dämpfen

Mit dem Dämpfen des Holzes werden folgende Ziele angestrebt:

  1. Plastizierung des Holzes zur Verbesserung der weiteren Verarbeitung (für die Furnierherstellung, zum biegen von Holz und zur Herstellung von Faserplatten)
  2. Abtöten von Schädlingen
  3. Abbau von inneren Spannungen (zu Beginn der technischen Trocknung )
  4. zum verfärben von Holz z.B. Buche

Ablauf des Dämpfen

Es gibt zwei unterschiedliche Dämpfverfahren, nämlich das direkte (Dampf wird unmittelbar in Kammer eingeleitet; eher für Massenware) und das indirekte Verfahren (Erwärmung erfolgt mit ein Wasserbad über welches das Holz gestapelt wird; eher für Edelholz in Gebrauch)

Wie Dämpfen

Es wird unterschieden nach Dämpfgruben und Dämpfkammern, er gibt noch eine Sonderform, die Dampfhaube für das Dämpfen von Dauben.